Für mehr Wirtschaftlichkeit

Nachhaltigkeitsbericht 2017

Marktleistung

Die Chocolat Frey AG strebt den langfristigen Unternehmenserfolg an. Nur wirtschaftlicher Erfolg ermöglicht eine kontinuierliche Erneuerung der Unternehmen, die Finanzierung von Innovationen und damit die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Nur ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen kann faire Löhne zahlen und berufliche Perspektiven anbieten. Und nur ein erfolgreiches Unternehmen kann für den Kunden zuverlässig Nutzen und Mehrwert schaffen. Die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit ist somit kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck.

Kunden der Chocolat Frey AG erwarten qualitativ hochwertige Produkte bei höchstmöglicher Produktsicherheit. Chocolat Frey fördert ein gezieltes Wachstum mit nachhaltigen Produkten. Der grösste Mehrwert für das Unternehmen und die Gesellschaft wird erzielt, wenn mit möglichst ökologisch und sozial hergestellten Produkten ein möglichst grosser Markt abgedeckt werden kann. Mit der Gestaltung des Sortiments, Neuentwicklungen und Innovationen sowie einer entsprechenden Vermarktung kann das Portfolio an nachhaltigen Produkten (insbesondere Labelprodukten) beeinflusst werden.

 

Produktpalette und Labelprodukte

Chocolat Frey stellt Schokoladen- und Kaugummiprodukte sowie Halbfabrikate her, wobei aktuell der Schokoladenhalb- und Fertigfabrikateanteil ungefähr 80% des Jahresgesamtabsatzes ausmacht.

 

Fertigprodukte

Fertigprodukte

Tafelschokoladen, Confiserie Artikel, Schokosnacks und Saisonartikel

Halbfabrikate

Couvertüren, Schokolade in Form von Spänen, Stängel, Würfel und
Streusel, Füllungen, Glasuren, Kakaomassen und
selbst geröstete Haselnuss- und Mandelprodukte.

Halbfabrikate
Kaugummi

Kaugummiartikel

Ausschliesslich zuckerfreie Kaugummiartikel in verschiedenen Formaten,
Formen, Oberflächen und Farben

Chocolat Frey ist für eine hohe Anzahl produktbezogener Labels wie UTZ, Bio, aha!, Halal, etc. zertifiziert. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Chocolat Frey den Umsatz mit Labelprodukten um knapp 10% steigern und deckt somit 55% des Umsatzes mit Labelprodukten ab. Der prozentuale Absatz von Labelprodukten wächst stetig, begünstigt auch durch die zunehmende Sensibilisierung der Konsumenten. Damit kommen wir unserem Ziel, das wir uns für 2020 gesetzt haben, immer näher.

 

 

 

Absatzmärkte

Abnehmer der Chocolat Frey-Produkte sind die Migros Genossenschaften, diverse Industrie- und Food Service Unternehmen sowie Private Label Kunden im In- und Ausland.
Während aktuell ungefähr 2/3 des Umsatzes auf dem inländischen Markt erwirtschaftet wird, strebt Chocolat Frey kontinuierlich eine Vergrösserung der Exportgeschäfte an. Zu den wichtigsten Exportländern zählen aktuell Grossbritannien, Nordamerika, Spanien und Kanada.

 

Absatz und Umsatz

2017 betrug der totale Absatz 40‘359 Tonnen. Aufgrund Chocolat Freys Zugehörigkeit zur M- Gruppe werden die Unternehmensfinanzzahlen nur auf Gruppen- respektive Geschäftsfeldebene veröffentlicht. Chocolat Frey zählt dabei zum Geschäftsfeld Süsswaren & Snacks, Kochen & Backen, Kaffee, welches als Segment 4 der M-Industrie bekannt ist. Die Broschüre Zahlen und Fakten 2017 gibt Aufschluss über die Umsatzentwicklung der M-Industrie respektive des Segments 4. Im Migros Geschäftsbericht 2017 sind die Finanzkennzahlen und der Finanzbericht der Migros-Gruppe einsehbar.

Qualitätsmanagement

Die Chocolat Frey AG ist sich der besonderen Verantwortung bezüglich Hygiene und Produktsicherheit bewusst. Mit einem sehr umfassenden und zertifizierten Qualitätsmanagement stellt Chocolat Frey sicher, dass sowohl alle relevanten gesetzlichen Vorgaben, als auch die Anforderungen der Label-Standards und der intern auferlegten Richtlinien eingehalten werden. Chocolat Frey fühlt sich dazu verpflichtet, seine gesamte Produktpalette in marktkonformer Qualität auf einem führenden Hygiene- und Sicherheitsniveau zu produzieren.
Um die internen Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit zu erfüllen, hat sich Chocolat Frey unter anderem für folgende Systeme zertifizieren lassen.

  • ISO 9001
  • FSSC ISO 22000

Qualitätskontrolle

Die Produkte von Chocolat Frey werden einer systematischen, risikobasierten Qualitätskontrolle unterzogen. Bei allfälligen Qualitätsabweichungen oder gar gravierenden Qualitätsfehlern mit entsprechenden Gesundheitsrisiken für Konsumenten, wird die Distribution der betroffenen Produkte umgehend gestoppt. Im Berichtsjahr mussten keine Produkte mit potentieller Beeinträchtigung der Produktsicherheit aus dem Verkehr gezogen werden.

Ressourceneffizienz

Da weltweit immer mehr Ressourcen verbraucht werden, ist ein möglichst effizienter Einsatz aller Ressourcen, sei es Energie, Wasser oder Rohstoffe, unabdingbar. Die Chocolat Frey AG strebt danach, mit möglichst geringem Input (Ressourcen) möglichst viel zu produzieren.
Aus weniger mehr zu erzeugen sowie unnötige Verschwendungen jeglicher Rohstoffe zu vermeiden, ist das Credo für die Zukunft. Dabei gehen der ökonomische und der ökologische Nutzen Hand in Hand.

Verpackungen dienen in erster Linie dem Schutz des Produktes. Sie erleichtern ausserdem das Handling beim Transport und dienen ebenfalls der Kommunikation. Geeignete Verpackungen tragen zur Steigerung der Produktsicherheit und zu längeren Konsumfristen bei und schonen somit auch die Ressourcen. Mit der Verpackung des Produkts wird auch bereits die Möglichkeit des späteren Recyclings durch den Konsumenten beeinflusst. Daher versucht Chocolat Frey bereits beim Design von Produkten, nebst deren Herstellung und Nutzung, auch die spätere Entsorgung zu berücksichtigen.
Bis 2020 will Chocolat Frey das eingesetzte Verpackungsmaterial pro produzierte Tonne um 10% reduzieren. Gleichzeitig soll der Recyclinganteil und der Anteil an nachwachsenden Rohstoffen in den Verpackungen erhöht werden.

 

Reduktion von Verpackungsmaterial

Trotz der Umstellung bestimmter Transportverpackungen auf dünnere Materialien konnte die Menge an Verpackungsmaterial im Jahr 2017 nur leicht reduziert werden. Einerseits sind die Verpackungen von Chocolat Frey bereits äusserst materialeffizient, sodass weitere Einsparungen an Verpackungsmaterialien den Produktschutz beeinträchtigen könnten. Andererseits wirkt der Markttrend zu immer kleineren und attraktiven Einzelverpackungen mit mehr Funktionalität und Convenience den Bemühungen im Bereich Verpackungsreduktion entgegen, da der Materialeinsatz bei kleineren Verpackungseinheiten grösser ist.
Chocolat Frey legt daher seinen Fokus auf ökologische Verpackungsoptimierungen. So wird laufend versucht, den Recyclinganteil und, sofern möglich und sinnvoll, den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen zu erhöhen. Im vergangenen Jahr wurden diverse Verpackungen auf Recyclingmaterial und FSC umgestellt, wobei grössere Optimierungsprojekte erst für 2018 geplant sind.


Recyclinganteil

Der Beschaffungsgrundsatz bei Kartonagen ist klar definiert: Bei Papier und Karton verwendet Chocolat Frey wenn immer möglich FSC-zertifiziertes Material (FSC und FSC-Mix); bei fehlendem Angebot dessen Recyclingmaterial.
2017 lag der Recyclinganteil bei 35.4% und ist damit 2% höher als im Vorjahr.
Recyclingmaterialien werden ausschliesslich bei Sekundärverpackungen eingesetzt, d.h. bei Verpackungen, die keinen direkten Kontakt zur Schokolade haben. Grund dafür sind im Recyclingmaterial vorhandene gesundheitsgefährdende Stoffe, die bei direktem Kontakt auf die Schokolade übertragen werden könnten. So stellt Chocolat Frey den unbedenklichen Konsum seiner Schokolade sicher.

Anteil nachwachsender Rohstoffe

78% des Verpackungsmaterials besteht aus nachwachsenden Rohstoffen. Packmaterialien aus nicht-erneuerbaren Ressourcen sind Kunststoffe, Aluminium und Weissblech. Weissblech wird für Dosen verwendet, Aluminium als Folie für die Schokolade und Kunststoff für Pralinenblister oder Beutel für Osterhasen. Chocolat Frey verwendet keinen Biokunstoff, respektive Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen, denn noch bringen Biokunststoffe aus ökologischer Sicht insgesamt keinen Vorteil mit sich.

Weitere Informationen zu Biokunststoffen

Für Chocolat Frey AG gilt es, einerseits Abfälle zu vermeiden und andererseits die unvermeidbaren Abfälle möglichst alle zu recyceln. Die Vermeidung von Abfall kann durch effiziente und innovative Produktionsprozesse, aber auch durch eine gute Planung erreicht werden. Bis 2020 will Chocolat Frey den Betriebsabfall um 5% pro Tonne produzierter Schokolade reduzieren und 80% des Betriebsabfalls recyceln.

2017 produzierte Chocolat Frey 3070 Tonnen Betriebsabfall und verfehlte damit um 1% knapp ihr Ziel zur Senkung des spezifischen Betriebsabfalls. Die Abweichung ist sehr gering und liegt im Schwankungsbereich. Zusätzlich wurden 2017 diverse Umbauarbeiten getätigt, bei denen viel Bauschutt angefallen ist, welcher die Abfallmenge erhöht hat.

Die Betriebsabfälle werden in organische und anorganische Fraktionen unterteilt. Jegliche organischen Rohstoffe sollen mit der höchstmöglichen Wertschöpfung verarbeitet und wiederverwertet werden. Chocolat Frey orientiert sich dabei an der Verwertungspyramide „Lebensmittel -> Stoffliche Verwertung -> Tierfutter -> Vergärung -> Kompostierung“. So wird die vollständige Verwertung der organischen Abfälle garantiert. Zu Tierfutter verarbeitet werden Kakao- und Nussschalen sowie anfallende Schokoladenreste aus der Produktion. Die restlichen organischen Abfälle werden vergärt.

Entsprechend den internen Vorgaben wird die Wiederverwertung aller anorganischen Abfälle angestrebt. Nicht wiederverwertbare Rohmaterialien sind primär vorbehandelte Holzpaletten, die gesetzeskonform in der Kehrichtverbrennungsanalge in Buchs verbrannt werden müssen. Bauschutt landet auf der Deponie, Sonderabfälle, wie Aromastoffe und Mineralöle, werden entsprechend den geltenden Bestimmungen entsorgt.

Die Bemühungen von Chocolat Frey zahlen sich aus. Bereits 2017 erreichten das Unternehmen eine Recyclingquote von 80%, die es zu halten bzw. zu verbessern gilt.

 

 

 

Als Food Waste (Lebensmittelverluste oder -abfälle)  bezeichnet man Lebensmittel, die entlang der Wertschöpfungskette verloren gehen. Lebensmittelverluste können in der Verarbeitung, aber auch bei Überschreiten der maximalen internen Lagerdauer anfallen. Nicht zu Food Waste zählen Nebenprodukte wie Kakao- und Nussschalen, da sie keine Verwendung als Lebensmittel finden.
Mehr als die Hälfte der in der Chocolat Frey AG anfallenden organischen Abfälle sind Nebenprodukte.
Zu Tierfutter weiterverarbeitete oder vergärte Lebensmittel gelten zwar als recycelt, entsprechen jedoch gleichzeitig einem Lebensmittelverlust und werden daher dem Food Waste zugerechnet.

 

 

Bis 2020 will Chocolat Frey den Food Waste um 15% auf 18.5 kg pro produzierte Tonne Schokolade reduzieren. Dank mehrerer umgesetzter Massnahmen konnte Chocolat Frey 2017 die Menge Food Waste um knapp 7% auf 18.6 kg pro Tonne Schokolade reduzieren und ist damit auf gutem Weg, das definierte Ziel bis 2020 zu erreichen.

 

 

 

  

Gemäss dem Produktionsleiter von Chocolat Frey sind es viele kleine Massnahmen, die zu einer Reduktion der Lebensmittelabfälle beitragen. Eine entsprechende Massnahme, die 2017 erfolgreich umgesetzt wurde, betraf den „Bruch“ (auch Rework genannt), also Schokoladenreste aus dem Produktionsprozess. Der Bruch wird zwischengelagert und beim nächsten Produktionsdurchgang wiederverwendet, sofern die interne Haltbarkeit des Reworks nicht überschritten ist. Dank einer besseren Verwaltung der Bruch-Bestände konnte die kontinuierliche Verwertung der Schokoladenreste sichergestellt werden. Rund 35 Tonnen Schokolade wurden so eingespart.
Zusätzlich wurden 2017 die Mitarbeitenden zur Food Waste-Thematik geschult, damit Chocolat Frey auch in Zukunft Lebensmittelverluste verhindern kann.

 

  • Nachhaltigkeit bei Chocolat Frey

    Verantwortungsvolles Handeln, nachhaltige Beschaffung und Umweltschutz sind gelebte Werte bei Chocolat Frey AG und seit jeher fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Wir wollen mit unseren Unternehmensaktivitäten einen Mehrwert für Mensch und Natur generieren und haben uns dazu ambitionierte Ziele gesetzt.

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  • Umwelt

    Die Chocolat Frey AG sucht stets nach neuen Ansätzen, um den Einsatz von Ressourcen wie Energie und Wasser zu optimieren und gleichzeitig den Ausstoss von Emissionen wie Treibhausgase zu reduzieren. Mit definierten Zielen und Massnahmen will Chocolat Frey den langfristigen Erhalt funktionsfähiger Ökosysteme gewährleisten.

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  • Gesellschaft

    Die Chocolat Frey AG engagiert sich für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Löhne, unterstützt die Aus- und Weiterbildung und setzt sich für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz ein. Mit den Produzenten strebt Chocolat Frey langfristige Partnerschaften an und nimmt so Rücksicht auf Mensch und Natur.

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